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Mittwoch, 31.08.2011

Erster Eintrag

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

Mittwoch, 31.08.2011

Mit dem Zug nach Schweden

Da war der Tag also an dem es losgehen sollte, dasAbenteuer Schweden. Nach einer doch eher kurzen Nacht bin ich mit einem ordentlichen Kloß im Hals bei Penny aufgewacht. Dann wurden sinnvolle Dinge erledigt und ich wurde immer nervöser. Mir war wirklich und ernsthaft schlecht. Nachdem die Rollen des Koffers mit Gaffa präpariert waren, denn Gaffa hält die Welt zusammen,und meine Tasche gepackt war gings los zum Bahnhof Hannover.

 

Noch schnell ein Wörterbuch gekauft und Geld gewechselt und dann ein schnelles Getränk und ab aufs Gleis. Nach einiger Verwirrung fanden wir dann auch den richtigen Platz auf dem Bahnsteig. Und schwupps war ich unterwegs. Noch einmal Papa, Maria, Penny und Anja zugewunken und los. Spontaner Tränenausbruch inklusive. Erste Umsteigestation Hamburg - Verspätung 15 min (Herzlichen Dank Deutsche Bahn). Gott sei Dank gibt es ja das Handy und so konnte ich meinen Essenswunsch vorausschicken. Er wurde auch hervoragend von Andy erfüllt, so wurde ein weiterer Abschied ziemlich kurz, eine Zigarette und ein paar Umarmungen und zack ging los in Richtung Kopenhagen.

Im Zug lernte ich gleich eine nette Frau kennen, die sich mütterlich um mich kümmerte. Plötzlich waren wir dann auch schon in Puttgarden und auf dem Schiff.

Bestimmt sah meins auch so ausVon Puttgarden nach Rödbyhamn

Nach einer ca 45 minütigen Überfahrt, die ich auf dem Deck des Schiffes im Top verbringen konnte ging es wieder in den Zug und weiter nach Köpenhamn. Ich habe mir dann erstmal ein Schlückchen gegönnt und die Ankunft im ersten Land gefeiert... Piccolo von den Mädels, gut dass der im Gepäck war.

Prost

In Köpenhamn angekommen hab ich mir gleich mal das richtige Gleis gesucht und in Ruhe die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen.

Köpenhamn

Nachdem ich drei Züge hatte nach Malmö fahren lassen kam dann auch meiner, die Züge fahren anscheinend im 20-Minuten-Takt, aber man weiß ja nun nicht ob das Ticket dann auch in dem Zug gilt und bei einem "Aufenthalt" von ca vier Stunden in Dänemark muss man nun wirklich nicht die Zeit mit schwarzfahren verbringen.

Im Zug nach Malmö wollte ich dann eigentlich gern die Aussicht genießen, aber es wurde leider mit affenartiger Geschwindigkeit dunkel und so blieb mir nichts als mein Spiegelbild im Zugfenster zu betrachten. Dann die Begegnung mit dem Zoll. Die Frau sprach mich an ob der Koffer auch noch mein Gepäck wäre und als ich dieses bejahte fragte sie mich erstaunt wo ich denn gewesen wäre. Ich erklärte ihr das ich zum Studieren nach Schweden fahren würde und sie fragte wie lange ich denn bleiben wolle mit all dem Gepäck. Als ich ihr erklärte, dass ich ein Jahr bleiben würde wurde sie etwas freundlicher und wünschte mir einen guten Aufenthalt und zog mit ihrem Gefolge weiter. Ihr Gefolge bestand aus zwei Männern und einem Hund der eher ulkig aussah, aber während des ganzen Gesprächs interessiert an meiner Tasche schnupperte.

Nach einer kurzen Fahrt war ich nun also in Schweden angekommen und es war warm! Ich suchte mal wieder nach meinem Gleis und der Bahnhof in Malmö ist erschreckend weitläufig. Das Gleis habe ich trotzdem ohne große Schwierigkeiten gefunden und dort war zum Glück auch ein Schalter von der Bahn. Ich fragte nach ob ich denn da wohl auch richtig wäre und erfuhr zusätzlich, dass ich einchecken musste, gut das ich gefragt habe. Also eingecheckt und eine Bank gesetzt und ne lockere Stunde gewartet.

Malmö bei Nacht nach 8,5 Stunden Fahrt Malmö

Dann kam der Nachtzug...Von außen ganz nett und auch von innen ok, aber bei der nächsten Reise schlaf ich im sitzen! Das war wirklich nichts für mich, ein Sechserabteil mit Hochbetten, mit fünf Leuten belegt und kaum Platz für Gepäck, nichts so richtig gut wenn man zwei Rucksäcke und einen Koffer dabei hat...! Naja ein alter Schwede hat mir wenigstens den Koffer hochgehievt. Nach einer äußerst unruhigen Nacht mit wenig Schlaf aber zum Glück ohne Übelkeit klingelte mein Wecker um 5.35h. Also schnell angezogen alles zusammen gesucht und gewartet, ich dachte ja der Zug kommt erst um 6 in Stockholm an. Um viertel vor sechs kam die Schaffnerin ins Abteil und murmelte etwas auf schwedisch und bevor ich nachfragen konnte war sie auch schon wieder weg. Da hab ich dann nochmal fünf Minuten gewartet, dass der Zug hält, aber irgendwas war komisch. Also mal rausgeguckt und ne Wand gesehen. Hm gut andere Seite... Oh ein Bahnhof, oh Stockholm, raus hier. Das komische Gefühl war der stehende Zug.Da ich nur 20 Minuten Zeit hatte bis der nächste Zug fuhr machte ich auf den Weg durch den verwirrensten Bahnhof an dem ich je war, das mag natürlich auch daran gelegen haben, dass die Beschilderung nur auf schwedisch geschrieben war. Nach einer kurzen Phase der Desorientierung habe ich das richtige Gleis gefunden. Der Zug steht schon da aber keiner macht Anstallten einzusteigen, also passe ich mich spontan an. Integration schonmal geglückt. Ich habe also meinen Wagen gesucht und davor noch ungefähr 25 Minuten gewartet bis Leben in die Schweden kam. (Fotos zu machen kam mir morgens um 6 leider nicht in den Sinn, deshalb kann ich leider nicht beweisen dass ich wirklich dort war.) Also auch rein... Platz gefunden hingesetzt und den Ausblick genossen. Der Zug von Stockholm nach Sundsvall mutet während der Fahrt ein bisschen wie eine Achterbahn an, denn es geht ständig rauf und runter und dann in "Steilkurven" und durch Tunnel und das war natürlich mein größtes Vergnügen, doch ein Hoch auf die unruhige Nacht ich hab erstmal geschlafen. In Gävle bin ich kurz aufgewacht und hab wenigstens ein Foto gemacht.

In Gävle auf dem Weg nach Sundsvall

Danach habe ich sofort weiter geschlafen mit zitternden Unterbrechungen, denn es wurde deratig kalt im Zug, dass ich sämtliche Klamotten die ich für die Reise dabei hatte anziehen musste und immernoch halb erfroren bin. Gut 20 Minuten vor Sundsvall bin ich dann doch aufgewacht und prompt wurde mir schlecht. Gut das sich die Übelkeit bis zu diesem Punkt der Reise zurückgehalten hatte, aber eigentlich wollte ich die Einfahrt in meine neue Stadt genießen. Um 10.00h war ich dann am Zielort angekommen Sundsvall in Schweden. Verrückterweise war auch dieser Zug zu früh(!) am Zielort eingetroffen. Sowas gibts glaub ich auch nur hier. Am Bahnhof habe ich dann Maika kennengelernt, sie hatte den Abholservice gebucht und ich dachte mir, warteste mal ab, vielleicht können die dir den Weg erklären. Es kam noch besser, sie hatten noch einen Platz im Auto frei. So wurde ich zur Vertragsunterschrift und danach zu meiner Wohnung gefahren und wurde dann sogar noch zum ersten Einkauf begleitet.

Nach inzwischen 22 Stunden unterwegs kam ich völlig fertig aber mit Nahrung ausgestattet wieder in meiner Wohnung an. Meine Mitbewohnerin Johanna machte sich gerade auf den Weg in die Stadt und so hatte ich erstmal Zeit mich einzufinden.

Mehr Gepäck als Möbel

Also erstmal ausgepackt und dann mit dem Mietvertrag und dem Handy Richtung Balkon spaziert, denn das Wetter war wirklich wunderbar! Tür zugezogen, zwei Schlüssel im Zimmer, Tür verriegelt! Ich hatte mich ausgesperrt. NA toll! Wer macht denn bitte auch Zimmertüren die sich automatisch abschließen? Ich hatte ja nun aber zum Glück mein Handy und meinen Mietvertrag dabei. Also beschloss ich, nachdem ich mich einige Male mit voller Wucht gegen die Tür geworfen hatte, in der Hoffnung das sie sich öffnet, es mal mit einem Messer zu probieren. Das hat natürlich nicht geklappt. Also bei Mitthem, meine Vermieter, angerufen, die Frau sprach natürlich erstmal nur schwedisch, glaubt man ja hier oben auch nicht. So wurde ich also weiterverbunden und musste nachdem ich mein Problem geschildert hatte erstmal in der Warteschleife abhängen. Alle die mein Handy kennen, können sich ungefähr vorstellen wie sich die Sekunden hinzogen, aber es ließ mich diesmal nicht im Stich und die Verbindung blieb bestehen. Kurze Zeit später stand der Hausmeister vor der Tür mit einem RIESIGEN Schlüsselbund und öffnete mir die Tür. Jetzt habe ich einen Ersatzschlüssel auserhalb meines Zimmers für den Notfall.

.Mein Ausblick

Das ist der Ausblick von meinem Zimmer aus und das Wetter war wirklich wunderbar am ersten Tag in Schweden, trotzdem konnte ich es nicht wirklich genießen, ich habe zwar noch auf dem Balkon gesessen, aber rausgehen konnte ich nicht mehr. Irgendwann bin ich wie tot ins Bett gefallen und habe fast zehn Stunden geschlafen. Schließlich musste ich auch am Mittwoch fürh raus, da die Einführungswoche gestartet ist.

Freitag, 02.09.2011

Die ersten Tage

So nun werde ich euch von den ersten Tagen im Land der Elche erzählen.

Am Mittwoch ging es los mit einer Introduction, wie sie auch sonst überall ist, viele Infos, viele neue Leute und viele neue Eindrücke. Nun, ich dachte ich bin eine von vielen Internationalen, es stellte sich aber raus das ich eine von vielen Deutschen bin. Ein Großteil der Austauschstudenten kommt ebenfalls aus Deutschland und wir sind sieben (!) aus Münster. Naja aber zum Glück hat sich die Gruppe schon soweit durchgemischt, dass bei privaten Treffen meist Englisch gesprochen wird.

Am Donnerstag ging es mit den Infos weiter und auch die Student Union stellte sich vor, die sind für unser "Kick-Off" verantwortlich und sind glaube ich vergleichbar mit dem Asta in Deutschland.

In diesem ersten Tagen habe ich die sozialen Privataktivitäten meiner Gruppe ignoriert und habe Schlaf nachgeholt und viel Zeit mit meiner Mitbewohnerin verbracht.

Am Freitag ging es dann los mit der organiesierten Trinkerei. Ein Grillfest stand auf dem Programm und auch alle anderen Erstis waren dabei. Die sind hier aber sehr involviert in die Spiele ihrer Studienrichtung und so wurde das Kennenlernen der Schweden etwas schwierig. Aber es klappte dann doch und ich hab gleich mal Snus ausprobiert. Das ist Tabak den man sich unter die Lippe klemmt ihn dort ca 20 Minuten "ziehen" lässt. In meinem Fall war das ganze in einer Art kleinem Teebeutel, mir sind also keine Bröckchen die Zähne entlang gelaufen. Ich werde das ganze wohl nicht nochmal probieren, denn es war mit Schmerzen verbunden und am nächsten morgen habe ich sogar geblutet... Ich hab wohl doch eher empfindliches Zahnfleisch. Dann ging es los in Richtung Studentpub. Dieser ist riesig groß und hat viele Räume in denen man sich auch schonmal verlaufen kann. Wir gingen dann ziemlich schnell tanzen. Und man glaubt es nicht, in einem Land in dem soviele gute Band zu Hause sind wird in der Disko nur House und R´n´B gespielt... Wir haben versucht uns etwas anderes zu wünschen, aber der DJ meinte immer nur dass er innerhalb der nächsten zehn Lieder ein bisschen was rockiges spielt. Das müssen alles ganz lange Leider sein, denn ich hab in der nächsten Stunde keinen Rock gehört...

Am Samstag hatten wir Glück, da wir die ersten und einzigen auf der Tanzfläche waren konnten wir dem DJ wenigstens ein Musestück abringen. Danach ging es mit den üblichen Hausmixen weiter und ich nach Hause.

Am Montag hatte ich dann meine erste Vorlesung, eine kleine Einführung in die Welt der Zoologie. Der Professor scheint ganz nett zu sein, ich muss mich nur an das Duzen gewöhnen. Danach gings zur Citytour von der wir uns bald verabschiedeten und uns eine Fika gönnten. Fika bedeutet soviel wie eine Pause machen, nen Kaffee trinken ein bisschen was essen.... Uns wurde sogar gesagt, man könnte den Schweden "Fika!" zurufen und sie würden alles stehen und liegen lassen und erstmal ein Käffchen trinken Barista Baristakunst

Abends haben wir in unserem Wohnheim in Nacksta zusammen Burger gemacht und es war ziemlich lustig.

Am Dienstag gabs ein Fussballtunier, das blöde an diesen ganzen Dingen ist, dass irgendwie immer vergessen wird dass vielleicht nicht nur Schweden mitmachen wollen und wir immer ein bisschen untergehen. Naja es kann ja noch besser werden. Abends haben wir dann mal unser Wohnzimmer eingeweiht und mit ein paar Leuten zusammen gesessen und Gitarre gespielt und gequatscht. Ich habe versucht auf einer Gitarre zu spielen, die für Linkshänder aufgezogen ist, da kriegste aber mal ganz schnell nen Knoten im Kopf!

Am Mittwoch haben Daniel und ich angefangen den ersten Trip zu planen, wir wollen zum Biathlon Weltcup nach Östersund. Also sind wir ein bisschen durch die Stadt gelaufen und waren am Bahnhof um nach Ticketpreisen zu fragen. Danach sind wir gefühlte hundert Stunden durch die Innenstadt getobt um ein günstiges Mittagsmenü zu finden und sind am Ende in einem unglaublich warmen, nach Fett riechendem Kebapladen gelandet. Aber das Essen war gut. Also frisch gestärkt auf zur organisierten Infomesse, die war für Ausländer wenig ergiebig aber es gab Kugelschreiber und Süßigkeiten. Abends war dann ein Konzert von einer Coverband im Studentpub, erstaunlich alte Menschen für eine Studentenkneipe, aber auch ganz gut. wenigstens haben die ein bisschen gute Musik gespielt.

Gestern also am 1.9. war ich an dem wunderschönen See Sidsjön. Vielleicht heißt auch nur der Ort dazu so, aber das weiß ich nicht so genau. Dort haben wir gegrillt. Wir ist in diesem Fall die Studenten des Biolgiebereichs und ein paar Professoren. Das ganze wurde sogar von der Uni bezahlt und war ein riesen Spaß. Sogar die 1 1/2 Stunden Fussmarsch die Hin- und Rückweg in Anspruch genommen haben, also insgesamt, waren super, weil es durch den Wald ging und die Landschaft hier einfach wunderschön ist.

Sidsjön Sidsjön Barbecue Biologydepartment

Man muss allerdings dazu sagen zwei Sachen können die Schweden nicht, Bier und Grillen. Es gibt immer Hotdogs aber in Schweden sind Hotdogs: Brötchen, Wurst, Ketchup und wenn man ganz großes Pech hat süßer Senf. Nicht vergleichbar mit dem was man bei IKEA bekommt.

Heute werde ich mich auf die Suche nach meinem verschollenen Paket machen, ich hoffe ich finde es... Danach gibts Spiele am See und heute Abend wird gefeiert. Erst feierne wir in einen Geburtstag rein und danach gehts hoffentlich weiter und dann mal nicht in den Studenpub, bedeutet heute wohl dass ich etwas mehr Geld mitnehmen muss.Denn mindestens ein Getränk muss ich heut auf Brautbetsys wohl trinken und auf das des Königs natürlich!

Freitag, 02.09.2011

Das Paket

Mein Paket ist endlich da, nachdem es vor 14 Tagen noch von mir selbst auf die Reise geschickt wurde. Nun kann der Winter kommen, muss er nicht aber wenn er kommt bin ich vorbereitet!

Sonntag, 04.09.2011

Einer feiert Geburtstag und alle feiern mit.

Nachdem am Freitag die Freude über die Ankunft meines Paktes doch recht groß war, ging ich frohen Mutes mit einer Gruppe anderer Studenten los nach Sidsjön. Dort gingen die "Spiele" dann noch nicht sofort los, erst musste sich jeder seine sechs Bier abholen, die man dafür extra gekauft hatte. 250 Skr für Spiel und Spass, na mal sehen... Ich habe mich relativ schnell entschlossen nicht mitzuspielen, sondern mein Bier für die abendliche Feierei aufzuheben, da ich vergessen hatte zum System Bolaget zu gehen und sonst gibts hier im Supermarkt nur alkoholische Getränke bis 3,5% Alkohol. Die meisten von den Lightbieren aus dem Supermarkt schmecken als hätte man einfach Wasser in ein normales Bier gekippt.

Alle Studienrichtungen waren an diesem Nachmittag verkleidet und so gab einen Haufen Schlümpfe und Indianer und einige Spartaner mit aufgemalten Muskeln.Die Spiele dauert wohl bis sieben, ich bin aber schon um 18.00h nach Hause gegangen, denn ich musste nach eine wirklich kurzen Nacht nochmal ein bisschen schlafen und mich um neun aufmachen, denn Maika und ich hatten noch einen Kuchen zu dekorieren...

Also schnell geschlafen und los! In Ermangelung einer zweiten Schüssel wurde aus dem Marmorkuchen kurzerhand ein Schokokuchen und aus purer Lustigkeit kam obendrauf eine dicke Schokohaube verziert mit den allerschönsten Prinzessin Lillifee Streuseln. Die Schwedischen Flaggen durften natürlich auch nicht feheln, leider gibts es vom vollendeten Objekt nur ohne Flaggen Fotos und dann war der Kuchen auch ganz schnell alle.

Prinzessinenkuchen Juhu echter Alkohol...

Die Party in Normalm war super, es wurde geflunkt, getanzt (endlich mal vernünfitge Musik), Tischtennis gespielt und gefeiert. Um 00.00h hatte Daniel dann Geburtstag und bekam ein Ständchen nach dem anderen, auf Englisch, Schwedisch und einige auf Deutsch. Danach fing das große Kuchenessen an, zum Glück hatten ein paar Mädels aus dem Wohnheim in dem wir gefeiert haben auch noch einen Kuchen gebacken. Nachdem das letzte Stück fürs Frühstück gesichert war und wir noch eine Stunde gefeiert hatten zogen wir mit einer kleinen Gruppe weiter in Richtung Allstars eine Sportsbar-Rockclub-Feierei-Geschichte.

Da wir Studenten sind und der Kassenmensch zum Glück bei der Student Union arbeitet, er hat uns also an unseren form-und farbschönen Armbändern erkannt, mussten wir nur 25 Skr Eintritt zahlen, also ungefähr 2,70€. Und wann merkst du, dass du in Schweden bist? Richtig wenn ein Bier doppelt soviel kostet wie der Eintritt. Getanzt wurde bis 3h denn dann ging das Licht an. So buff Party vorbei, in dem Moment wars etwas schade, aber im Nachhinein war es ganz gut, da ich doch etwas außerhalb wohne und wir noch ca 40 Minuten für den Heimweg brauchten.Als ich dann in meinem Bett lag konnte ich über den Bergen die Morgendämmerung sehen, das war wunderschön, aber ich zu müde um nochmal aufzustehen und ein Foto zu machen.

Am Samstag ging der Tag dann verhältnissmäßig früh los, um 11 klingelte der Wecker und ich musste auch ernsthaft aufstehen. Also schnell geduscht, Bikini angezogen und ab auf die Insel Alnön die direkt vor Sundsvall liegt. Wir hatten uns im ICA zum Glück noch mit Brot und Aufschnitt eingedeckt und so konnte der Spaß losgehen, nach ca einer Stunde Busfahrt kamen wir, dank des Tips des netten Busfahrers an einem schönen Strand an. Es gab dort auch einen Minigolfplatz und Kioske, aber die Saison in Schweden ist vorbei, deshalb war alles zu. Also Klamotten aus und rein ins Wasser. Es war wiklich kalt! Aber wir hielten es doch einige Zeit aus, denn die Sonnen schien und wärmte uns von oben. Irgendwann wurde es wärmer und wir haben überlegt ob wir vielleicht grad das Gefühl erleben was man hat wenn man erfirert. Wir sind dann lieber wieder raus gegangen, haben uns umgezogen und erstmal ne ordentliche Fika gemacht.

Strand auf Alnön Nom nom

Als wir um kurz nach vier zum Bus gegangen sind und nach Sundsvall zurück fahren wollten, weil die Sonne sich langsam aber sicher hinter Wolken zurückzog wussten wir von den folgenden Ereignissen noch nichts. Wir warteten also auf den Bus, auf beiden Seiten der Straße wie uns der nette Busfahrer empfohlen hatte, weil man nie weiß von welcher Seite der Bus kommt, und der Bus kam gar nicht. Ein Hoch auf Linda aus Norwegen, die sich zum Glück mit den Schweden verständigen kann...Sie rief mal eben bei der Busgesellschaft an und wir erfuhren dass der Bus um diese Zeit leider eine andere Route fährt und der richtige und letzte (!) Bus erst um viertel nach sechs fahren würde. Wegen der geschlossenen Lokalitäten vor Ort machten wir uns also auf um an der Endhaltestelle etwas zu essen zu kaufen. Wir dachten, wo eine Endhaltestelle ist muss auch ein Imbiss sein, aber weit gefehlt... Da gab es nicht mal ein Bushäuschen und wir hatten Glück, dass es nicht angefangen hat zu regnen. Unteregs konnten wir uns dann aber die wunderschöne Landschaft der Insel angucken und so hatte der ca 5 km Spaziergang doch auch eine schöne Seite.

Ein kleiner Spaziergang auf der Insel Landschaft Bothnischer Meerbusen So wird dem Briefträger der Job in Schweden leicht gemacht Räucherfisch Am Ziel gabs Fisch für alle

Unterwegs noch schnell frisch geräucherten Fisch bei einem alten Fischer geschenkt bekommen und am Ende eine wunderbare "Mahlzeit" auf dem Radweg eingenommen. Als der Bus dann endlich kam konnten wir die Strecke, die wir vorher gelaufen waren, noch einmal nachvollziehen. Um halb neun war ich dann auch nach einem kurzen Einkauf und einer weiteren Laufstrecke zu Hause und habe meine Füße hochgelegt. Die Feuershow in Normalm hab ich so leider verpasst, aber ich hatte wirklich keine Lust mehr nochmal loszulaufen.

Das war wirklich ein schönes Wochenende mit einer feinen Feierei und der wahrscheinlich letzten Chance in diesem Jahr im Meer zu baden, es sei denn ich finde irgendwo nah am Meer eine Sauna!

Sonntag, 11.09.2011

Das anstrengende Leben einer Erasmusstudentin

Ich habe gerade gesehen, dass ich schon eine ganze Woche nichts mehr geschrieben habe, aber es war auch wirklich viel los.

Am Montag war mal wieder ein Trinkspiel angesetzt, wobei sich das Internationale Team diesmal besonders viel Mühe gab und wir haben sogar vor der Commission gesungen, (das sind die verrückten Jungs mit dem Riesenschneebesen) wir habe "Eisgekühlter Bommolunder" zum besten gegeben und den Jungs glaubhaft verklickern können, dass das ein Lied über Schweden wäre. Am Ende des Abends führte uns unter anderem diese Aktion zum Sieg. Ich wollte eigentlich schon Stunden früher gehen, ABER nun ja ihr kennt das, dann isses grad nett und dann bleibt man. Also wurde der Sieg noch weiter begossen mit "Wein" (ich glaube das war ein mit Wasser gemischtes Konzentrat, das äußerst fruchtig geschmeckt hat, denn sogar ich mochte die rote Plörre und Rotwein ist ja eher nicht so meins) und Bier und dann ging es los in den Studentpub. Dort angekommen wurde gefeiert und ich vergaß ein wenig die Zeit. Naja um 1h hatte ich dann meine Jungs aus Nacksta überzeugt nach Hause zu gehen und so zogen wir los durch den Regen. Um 2h im Bett, Uni um 8h... Prost Mahlzeit. Mein Professor Thomas macht aber immer Pausen wenn er sieht, dass jemand einschläft, und ich bin nicht die einzige der dieses Malheur unterlaufen ist.

Am Dienstag hatten wir dann spontan ein Barbecue in Nacksta organisiert und hatten auch mit dem Wetter Glück. So haben wir erst gegrillt, wir waren ungefähr 35 Leute und danach noch ein bisschen Feuer gemacht.

Mittwoch war wieder Uni und erneut ein Trinkspiel angesetzt, wir sind trotz strömenden Regens hin und haben uns unser Bier abgeholt, das haben wir ja schließlich vorher bezahlt und sind dann in die Stadt und haben ein bisschen geshoppt, danach noch auf ein Bier nach Normalm, das Studentenwohnheim in der Stadt, und ab nach Hause.

Am Donnerstag hatte ich dann meine erste Exkursion, und ich muss sagen, nicht nur das Unisystem macht das Studieren hier oberaus entspannt, sondern auch die Professoren... Auf der ganzen Exkursion, im Fach Zoologie, haben wir kein einziges Tier gesehen. Wir sind auf den Norra Berget gewandert und haben zwischendurch zweimal gehalten um etwas über Tiere in Schweden zu erfahren, aber niemand hat was mitgeschrieben und es scheint auch nicht so, als würde es hinterher ein Protokoll geben oder so. Thomas wollte eigentlich nur schnell auf den Berg, denn dort oben gibt es ein Kaffee und er wollte gern eine Fika machen. Oben angekommen haben dann erstmal alle ihre Brote ausgepackt und gegessen, schließlich waren wir schon fast eine Stunde unterwegs... Als alle fertig waren mit dem Mittag wurde ziemlich schnell klar, dass die Exkursion jetzt damit dann auch beendet wäre und wir sind dann noch eine heiße Schokolade trinken gegangen und haben uns dann, blaubeerpflückenderweise an den Abstieg gemacht.

Fotos gibt es aus diesen Tagen irgendwie nicht wirklich, naja beim nächsten Mal wieder.

Dienstag, 13.09.2011

15 Mann auf des toten Manns Kiste oder so ähnlich

Am Donnerstagabend fand eine Maskenball statt, jede Studienrichtung hatte ihr eigenes Thema und die Internationalen diesmal auch, unser Thema hieß Pirates of the Caribbean.

Nun hatten natürlich viele von uns das Problem, dass wir unser Piratenoutfit zu Hause gelassen hatten, aber mit geschickter Kombination, unter anderem wurden Küchenutensilien verwendet... und viel Kajal ging es dann doch.

Ich bin schon ein kleines bisschen ein Pirat Ja Piraten haben Hantücher zum Schutz gegen die Sonne getragen... Unverkennbar ein Piratenschiff der junge Herr...

Um acht ging die Feierei los und es gab erstmal ein Tacobuffet, das ziemlich gut war. Unsere Gruppe war noch eher klein, genauer gesagt waren wir vier Mädels und wir waren alle zusammen gekommen...

Die Piratencrew

Viele der anderen internationalen Studenten haben sich noch ein Heimspiel des ortsansäßigen Fußballclubs angeguckt, der spielt in der zweiten schwedischen Liga und könnte in dieser Saison den Aufstieg schaffen und Studenten haben freien Eintritt.So gegen 10 kamen dann aber auch die anderen und es wurde ein wirklich lustiger Abend. Die ganze Zeit war von überall wildes Arrr zu hören zwischendurch auch mal ein Ahoi und wir haben auch Piraten getanzt.

Für mich endete der Abend allerdings schon vor zwölf, da ich mich am Freitag mit Torben und Satu in Stockholm getroffen habe und um 4(!) aus den Federn musste.

Dienstag, 13.09.2011

Stockholm die erste

Am Freitag ging es wie bereits erwähnt nach Stockholm, mein Zug fuhr um 4.55h und ich habe es rennenderweise um 4.51h zum Bahnhof geschafft, irgendwie war der Weg doch länger als erwartet... Als ich am Bahnhof ankam musste ich allerdings noch meine Tickets ausdrucken, der Stress war also noch nicht vorbei... Naja ich hab es geschafft und einen halben Kreislaufkolapps erlitten weil ich wie gesagt das letzte Stück gerannt bin... Dann hab ich zu meinem Erschrecken auch noch festgestellt, dass mein Sitzplatz (den man hier reservieren muss) entgegengesetzt zur Fahrrichtung war, nun ja ich hab mich also erstmal hingesetzt und war zum Glück alleine im Abteil, wer fährt auch so früh schon los!

Das Unglück nahm also seinen Lauf... Mir ist erstmal so richtig schön schlecht geworden... Also den Platz gewechselt, ich hab mir gedacht, dass mein Platz ja nun frei ist und wenn jemand unbedingt auf den Platz muss auf dem ich sitze, kann er ja fragen. Der Platzwechsel hatte leider nicht den gewünschten Erfolg, da die erste Strecke aus Sundsvall raus eher einer Achterbahnfahrt als eine normalen Zugfahrt gleicht...Ständig steht der Zug schräg. Alle die mich kennen wissen, das ist nicht so meins... Naja irgendwann bin ich dann aber zum Glück eingeschlafen und habe, bis auf einige Unterbrechungen durch das ständige Nasehochziehen meines Sitznachbarn, auch fast bis Stockholm geschlafen. Das mit dem Nasehochziehen ist so eine Sache an die ich mich wohl gewöhnen muss, da der Schwede an sich in der Öffentlichkeit nicht die Nase schnäuzt... Ja das ist ekelhaft aber so isses hier. Nun gut in Stockholm angekommen haben Torben und Satu tatsächlich vor der richtigen Zugtür gewartet, also ein kurzes Kennenlernen, schnell ein bisschen Geld geholt und ab in die Altstadt zum Frühstück. Es gab Kaffee und Kanelbulla für unglaublich viel Geld.

Danach haben wir eine kleine Tour durch die Stadt gemacht und unter anderem die deutsche Straße gefunden, in der auch die deutsche Kirche ist. Und für die interessierten unter euch Nina Hagen ist bald in der Stadt... Die Gute wurde mit den Worten "Easterngerman Lady Gaga der 80er Jahre" beschrieben und so wusste Satu auch ungefähr worum es geht...

  Deutsche Straße Ja ja die Nina

Torben ist schon ein ziemlich guter Stockholmführer und kannte viele nette Walks zum nächsten schönen Ausblick.

Ausblick Mehr Ausblick Ich vorm Ausblick representing FS Geo/Lök/Gi

Bei dieser ganzen Ausblicksuche kamen wir auch durch die Zimmermannsgasse.

Zimmermannsstraße

Zu Mittag gabs dann italienisch und danach haben wir bei strahlendem Sonnenschein in einem Park gesessen und es uns gut gehen lassen.

Danach ging unser Zug durch die Gemeinde weiter und wir landeten, an einer Eisdiele in der selbstgemachtes Eis verkauft wurde und ich leider noch zuviel Mittag im Bauch hatte, aber Torben hatte sehr gutes Apfelsorbeteis, es hat geschmeckt wie selbstgemachtes Apfelmus, mjam mjam.

Eis nomnom

Nach einer kurzen Shoppingeinheit und einem weiteren Kaffee sind wir im nächsten Park gelandet in dem wir wiederum die Sonne genossen haben.

Uns geht es gut!

Als die sich dann hinter die Häuser verabscheidete ging es für uns weiter zu einem internationalen Fressmarkt auf dem ich mir eine leckere Wurst am deutschen Wurststand gekauft habe. Witzigerweise gab es am Grillstand (der auch deutsch war) Würstchen und man konnte extra Sauerkraut auf die Wurst haben, wo essen sie denn sowas??

Um 18.30h ging auch schon mein Zug zurück und wir verabschiedeten uns am Bahnhof so ging ein schöner Tag in Stockholm vorbei, mit einem Wiedersehen nach 9 (!) Monaten und mit der Aussicht auf ein Wiedersehen in acht Monaten. Nunja so ist das wohl in dieser Familie mit den vielreisenden Kindern.

Ich bin also in den Zug und diesmal ging das rückwärts Fahren ganz gut, aber meine persönliche Hölle sollte noch kommen... In Gävle musste ich in den Bus umsteigen und da ich ein wenig gehandycapt durch mangelnde Sprachkenntnis war, kam ich zu spät für einen Fensterplatz. Das bedeutete drei Stunden Busfahrt ohne anlehnen, also im aufrechten Sitz schlafen... Die Frau neben mir hat die ganze Zeit geweint, ich weiß nicht warum, aber ich habe mich schwedisch verhalten und nicht nachgefragt, nicht weil es mir egal war, sondern weil ich die ganze Zeit überlegt habe wie ich am schnellsten zum Klo komme,  wenn nötig...

Um kurz nach elf war die grauenvolle Fahrt dann zum Glück vorbei und ich konnte aus dem Bus schwanken. Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, ich bin echt geschwankt. Also habe ich mich entschieden auch den Rückweg nach Nacksta zu Fuss zu bewältigen und nicht in einen weiteren Bus zu steigen. So war ich dann um 23.50h auch endlich zu Hause und natürlich nicht mehr müde... Naja nach einer ziemlich kurzen Nacht folgte nun eine weitere ziemlich kurze Nacht, ich konnte einfach nicht schlafen...

Trotz aller Unannehmlichkeiten war es ein wunderbar toller Tag, der sich wirklich gelohnt hat!

Achso und: Ny katalog ute nu!

Ute! Ziemlich leicht zu verstehen der Schwede nicht wahr? Und gleich noch jemanden zusätzlich im Familienalbum des Tages gehabt...

Freitag, 23.09.2011

Bad Taste und good tasting Rum

Endlich komm ich mal wieder zum schreiben, ich habe auch einiges aufzuholen...

Am Samstag dem 10.09. wurde als kleine Gegenveranstalltung zu einem Banquet in Normalm eine  Bad Taste Party gefeiert. Nachdem wir uns alle "chique" gemacht hatten und der erste halbe Liter Wein alle war machten wir uns auf den Weg. Im Keller in Normalm wurde schon fleißig Beerpong gespielt, wer wissen möchte wie das Spiel geht kann das gern hier durchlesen http://en.wikipedia.org/wiki/Beerpong

Alle sahen wirklich hervorragend aus.

Ja wir sind wirklich wunderschön Weil wir so schön sind, so schlau sind, so rank und schlank...

Es war ein echt witziger Abend bei dem wir irgendwann in der Küche gelandet sind und etwas über norwegischen süßen Käse gelernt haben, und zwar, dass es sich dabei wirklich um Käse handelt, weil man einen Käsehobel benutzt um ihn zu schneiden. Eine wunderbare Definition die uns bis heute viel Spaß macht... Bei der ganzen Käsegeschichte wurde zu dritt eine halbe Flasche Rum und eine Dose Cola vernichtet...

Mjam

Wir hatten dann noch den verrückten Plan feiern zu gehen, also alle mobilisiert und los, wir sind dann beim Kebap City gelandet und ich habe nen Dönerteller für lockere 83 skr gegessen... Danach war es zu spät für irgendeinen Club, denn wie bereits erwähnt schließen die hier um 3, es war aber bereits nach 2 als wir zum Essen los gegangen sind. So war ich dann um 4 daheim und so wurde der Sonntag ein eher versumpfter Tag.

Achso beim loslaufen ist leider meine Strumphose in den Klettverschluss geraten, deshalb gab es auch noch ein Trauerfoto, dass ich euch natürlich nicht vorenthalten will...

Wir trauern um die Strumpfhose

Sonntag, 25.09.2011

Wenn zwei Verrückte auf die Reise gehen...

... dann startet eine Woche mit der Planung einer Wanderung und endet mit wundervollen Ausblicken.

Die meisten von euch wissen inzwischen, dass ich fünf Tage in der Wildnis unterwegs war. Die Idee für diesen Trip entstand eher zufällig, wir hatten Langeweile und wollten verreisen ohne Geld auszugeben. Für das Wochenende stand schon ein Trip in den Skuleskogen Nationalpark an, also haben wir uns, mir nichts dir nichts, gedacht "Latschen wir da hin". Super Plan. Alles eingekauft und zusammen geliehen und nix wie los. Nach den ersten Kilometern, die ich alleine zurückgelgt habe um Daniel abzuholen, hab ich erstmal meinen Rucksack wieder ausgepackt, viel zu schwer! Wir haben uns dann spontan entschieden den ersten Teil der geplanten Route nicht zu laufen, weil es durch wunderschöne Landstriche wie Industriegebiete gegangen wäre und die ganze Zeit an der E4 entlang. Nach einiger Warterei an der Busstation und am Bahnhof haben wir dann unser erstes Tagesziel Härnösand schon vormittags erreicht, wir sind also Helden...

Tagesziel erreicht

Also schnell ein neues Tagesziel gesteckt. Quer über die Insel zu einem Nationalpark am Strand. Härnösand liegt zur Hälfte auf der Insel Härnön, was zum Verständnis der Geschichte ganz hilfreich sein könnte...

Also erstmal zur Touristeninformation, die Karte die wir vorher gekauft hatten war leider unnhütz, da sie ja für den Abschnitt Sundsvall - Härnösand gedacht war und kurz vor Härnösand aufhört. Das Touristenbüro war eine Baustelle, keine Treppe aber eine Telefonnummer, wir wurden rein gelassen und durch den Keller geführt. Der Keller sah aus wie wahrscheinlich jeder Keller, voll mit Kram. Naja die Dame von der Information gab uns dann einige Karten der Umgebung und erklärte uns einen Weg. Wir also wieder raus und die Erklärung ignoriert, wir wollten uns ja die Insel angucken und nicht den schnellsten Weg nehmen.

Das stellte sich nach einer Wanderung über die Insel aber als grober Fehler heraus. Auf dem Weg, auf dem wir mehrere kleine Umwege gemacht haben, aber nicht schlimm denn Umwege erhöhen die Ortskenntniss, haben wir zwar gesehen, wie die Schweden mit dem Problem umgehen, dass der Wald immer so doll nach Wald riecht

Für einen besseren Walsgeruch

und einen Fuchs gesehen, aber als es dann anfing zu regnen war die Stimmung doch langsam schwerer aufrecht zu halten. Dann kamen wir endlich im lang ersehnten Solumshamn an und dachten vorher noch, kleine Hafenstadt vielleicht kriegt man da irgendwo Fisch und nen Kaffee für ne Fika... Weit gefehlt wir sind durch einen Ort gelaufen der nur aus Wohnhäusern bestand und zwei oder drei Bushaltestellen und dann war die Straße einfach vorbei...

Der Weg ist das Ziel, von wegen...

Wir hatten ja gedacht, dass es vielleicht einen kleinen Wanderweg entlang der Küste gibt und das unsere Karte einfach schlecht ist, aber nein die Karte war ok, es gab wirklich nur drei Wege auf der Insel. Was macht man als verlorener Wanderer im Regen? Richtig man hält ein Auto an und fragt mal nach... Wir sind mit dieser Aktion an die beiden freundlichsten Schweden geraten, die ich bis jetzt kennengelernt habe. Die beiden waren auf dem Weg in ihre Sommerhütte um ein Lichterfest vorzubereiten und haben, als sie uns arme Gestalten gesehen haben, schnell ihren Kram weggebracht und uns dann eingesammelt und uns zum vermeintlich richtigen Ort gebracht... Aber schade Schokolade, das war auch der falsche Ort, wir wären also so oder so nicht an unserem Ziel angekommen, vielen Dank liebe Touristenbürofrau. Also haben die beiden netten Schweden uns auch noch nach Smittingen gefahren, wo wir dann endlich unser Tagesziel erreicht hatten und haben uns auch gleich noch den Rückweg für den nächsten Tag gezeigt und ein kleines Fischdorf, aber den Sinn dahinter haben wir nicht verstanden, naja war wahrscheinlich nett gemeint.

Um ca. 16.00h waren wir also am Ziel unserer Reise für diesen Tag angelangt. Schnell das Zelt aufgebaut, das musste unter einem Windschutz passieren, da wir die Heringe einfach nicht in den Boden bekommen haben. Und dann haben wir einfach den Strand genossen.

Windschutz² Endlich am Strand Ich schaukel gar nicht...

Abends gabs dann ein schnelles Bier, der Rucksack musste ja leichter werden, und ein Runde Stadt-Land-Fluss, bei der ich gnadenlos versagt habe.

Am nächsten Morgen ging es dann zurück nach Härnösand, und da wir den richtigen Weg kannten ging das ganze auch ziemlich fix, schnell ein bisschen die Vorräte aufgestockt und zum Bus der uns nach Docksta bringen sollte, den hatten wir leider grad verpasst, also standen uns noch zwei Stunden in der Kälte bevor. Wir haben dann aber den rettenden Burgerladen gefunden und uns nicht nur aufgewärmt, sondern auch die Wasservorräte nochmal aufgestockt. Die Busfahrt habe ich größtenteils verschlafen. In Docksta angekommen haben wir festgestellt wie es ist in der Abgeschiedenheit zu sein, Alkohol kaufen? Nein leider nicht, aber bestellen hätten wir können... Naja dann halt keinen Schnaps zum Aufwärmen.

Also haben wir uns nach einem Telefonat mit den am nächsten Tag Nachkommenden auf den Weg gemacht, ENDLICH konnten wir mal an der E4 entlang gehen...

Der schönste Teil des Wegs Endlich ein kleiner Hinweis

Direkt auf der Schnellstraße/Autobahn/was auch immer Ding gings also 2-3 km Richtung Nationalpark, würde ich in Deutschland nie machen und kann ich auch in Schweden in Zukunft drauf verzichten.Der weitere Weg führte uns zwar nicht an der Schnellstraße entlang, war aber trotzdem schrecklich! Nach gefühlten eine Millionen Stunden und unendlich Kilometern endlich das rettende Schild, noch 800 Meter bis zum Campingbereich mit Abenteuerklos.

Nicht mehr weitHerzhausen

Die haben dann nochmal ewige Minuten gekostet aber dann waren wir endlich da. Da es ziemlich schnell dunkel geworden ist mussten wir uns fast ein bisschen beeilen mit dem Zeltaufbau und zum Glück hatten wir an diesem Abend auch ein Feuer, dass die Mücken größtenteils fern gehalten hat und außerdem warm war. Ziemlich früh ins Zelt, wieder beim Stadt-Land-Fluss versagt und dann geschlafen. In der Nacht ist es so kalt gewesen, dass von mir morgens nur noch Mund und Nase aus dem Schlafsack geguckt haben, da gibt es aber glücklicherweise keine Fotos von...

Der Ausblick am Morgen hat aber für die Kälte absolut entschädigt.

So wird man gerne wach

Nach einem "leckeren" Salzkaffee und ein paar Broten gings dann weiter in Richtung der Hütten die im Park für Wanderer aufgebaut sind. Wir hatten Glück und haben eine freie Hütte gefunden. Also die Sachen abgelget und auf den Weg zurück zum Parkplatz gemacht. Auf dem Weg dahin haben wir eine evolutionäre Erfahrung gemacht, den aufrechten Gang...

Am Parkplatz angekommen gabs ne Fika und Kontakt zur Außenwelt. Als dann nach einiger Zeit auch endlich die restliche Gruppe ankam ging es ziemlich fix zurück zur Hütte, weil es schon langsam dunkel geworden ist. Dort angekommen sind wir alle noch schnell in die Ostsee gesprungen.

Ab ins Meer

Ja, die ist schon saukalt, aber es musste einfach sein nach einem Tag wandern. Nach einer Kochaktion überm Feuer haben wir noch einige Zeit am Lagerfeuer verbracht und sind danach in die Hütte um dort noch zu sitzen. In der Hütte gab es auch einen kleinen Ofen der natürlich sofort befeuert wurde. Irgendwann ging es, nicht ohne Zähneputzen,

Zahnpflege wird bei uns groß geschrieben

ins Bett und am nächsten Morgen waren wir alle froh ohne Kohlenmonoxidvergiftung wieder aufzuwachen, obwohl wir ungewöhnlich lange geschlafen haben für eine Gruppe von sieben Leuten in einem Raum. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings zur nächsten Hütte, die auf einer kleinen Insel liegt, dort haben wir unsere Sachen einmal mehr zwischengelagert und sind zu einer sechsstündigen Wandertour aufgebrochen. Die Wanderung war jede Anstrengung wert, wir sind nicht nur durch eine Schlucht gekraxelt und haben eine Fika an einem superschönen See gemacht sondern auch insgesamt auf 300 Meter Höhe gewandert. Der Ausblick war unglaublich.

Der Fikasee Walking to the sunDie Schlucht Ausblick Die weltbeste Wandergruppe noch mehr Ausblick

Als wir am Abend zur Hütte zurück gekommen war noch eine weitere Gruppe aus Sundsvall angekommen, die keine andere Hütte mehr gefunden hat, so waren wir in dieser Nacht also 12 Leute in einer Hütte, die hatte aber zum Glück zwei abgetrennte Schlafräume. Wir sind wieder schnell in die Ostsee gesprungen und haben den Sonnenuntergang genossen.

Mittags auf dem Berg, abends Sonnenuntergang von unten

Beim abendlichen Feuer haben wir dann noch Bekanntschaft mit der örtlichen Tierwelt gemacht und mehrere Füchse gesehen. Einer von denen hat eine ganze Packung rohe Nudeln geklaut, und wurde nachts noch zum Italian Super Fox erklärt.

Italian Super Fox

Nach einer superwitzigen Nacht die von "Morsezeichen" unterbrochen wurde gab es ein wirklich dekadentes Frühstück mit Eiern, Würstchen, Bratkartoffeln und allem was wir noch so hatten. Nach dem Frühstück haben wir noch eine kleine Runde über die Insel gedreht auf der die Hütte lag, wobei wir ca 800 g Pfifferlinge gefunden haben.

Dann ging es zurück zum Parkplatz und zum Glück mit dem Auto zurück nach Sundsvall, so dass uns die 8-10 km Fußmarsch zur Bushaltestelle erspart geblieben sind.

Am Montag fand die ganze Tour einen schönen Abschluss, als wir uns noch einmal getroffen haben und es eine superleckere Pfifferlingsuppe und selbst gebackenes Brot gab.

Saulecker Mjam